Freitag, 1. Oktober 2010

Last Week

Gränna und Visingsö


Am Samstag ging es mit dem ESN (Erasmus Student Network) in die kleine Stadt Gränna, die für ihre Zuckerstangen berühmt ist. Auf der Hauptstraße findet man einen kleinen Shop nach dem anderen, der Zuckerstangen und andere Süßigkeiten verkauft und bei denen man meistens zugucken konnte, wie die Süßigkeiten hergestellt werden.
Wir waren nun –organisiert vom ESN – in der „ersten“ Zuckerstangen Manufaktur von Schweden. Gegründet wurde sie vor über 150 Jahren von einer Frau, die damals die erste Business Frau Schwedens wurde, da es bis dahin Frauen verboten war zu arbeiten und sie eine Sondererlaubnis vom König bekommen hat, nachdem Sie ihm von ihrer Idee in einem Brief geschrieben hat.

Amelia Erikson -
erste Zuckerstangenbäckerin




Zuckerstanden!
wo das Auge nur hinschaut!
Herstellung in ziemlich alten Ambiente
Wir durften sogar von der noch warmen Stange probieren,
die gerade in Herstellung war.

Nach der Besichtigung hatten wir noch knapp 3 Stunden zur freien Verfügung bevor es mit der Fähre auf die Insel Visingsö im Vätternsee ging. Für eine so kleine Stadt, war es etwas viel Freizeit, aber naja. Leider wurde das Wetter immer unangenehmer, denn obwohl es wenigstens nicht geregnet hat, war es sehr klamm (seht ihr wie der Nebel über das Dorf kroch?) und dementsprechend war alles feucht und die Kälte kroch überall hin (waren 15 Grad, aber dadurch das alles Feucht war, kam es uns allen wesentlich kälter vor). 
Selbst die Schwäne wollten untertauchen ;)
Marktplatz

Auf jeden Fall ging es dann auf die Insel, auf der wir uns Fahrräder geliehen haben, um alles zu Erkunden. Sind dann auch zum Südlichen Ende der Insel herunter geradelt, um uns das erste Königsschloss Schwedens anzugucken ...




Leider war nicht mehr so viel davon übrig, wie das Foto im Reiseführer vermuten lies. Tja, wie Fotos einen täuschen können. Nachdem wir wieder zurück in der Mitte der Insel und damit am Hafen waren,

Die hier zu sehende Front, war wirklich alles was noch da war.
Dahinter lag nur noch ein offenes Feld.
war uns allen aber so kalt, dass wir keine Lust mehr hatten uns bis ans Nordende durchzuschlagen und wir beschlossen lieber ein Lokal zu finden, in das wir einkehren und etwas warmes trinken können....Leider wurden wir von der schwedischen Insel enttäuscht, denn trotz 800 Einwohnern hatte keines der Lokale, Cafes oder Restaurants geöffnet ....hier gibt es wirklich keinen Wintertourismus, wie auf den Norddeutschen Inseln ... Zum Glück fanden wir dann Unterschlupf im Touristenbüro, dass –wenn auch geschlossen –eine kleine Aufenthaltshalle hatte, in der sogar 3 Bänke zu finden waren, auf die wir uns niederlassen konnten, um auf die Rückfahrt zuwarten, die noch 1 ½ entfernt lag. Nach und nach kehrten auch viele andere aus unserer Gruppe dort ein, um den Rest der Zeit auszusitzen. Einige von uns Namen dann auch eine Fähre früher, um unser Glück noch mal in Gränna zu versuchen und lieber dort noch eine Stunde auf den Bus zu warten. Für unseren Wagemut wurden wir dann auch mit einer heißen Tasse Kaffee belohnt, da dort noch ein Restaurante am Hafen geöffnet hatte. Bonus: dort war es warm und wir konnten langsam trocknen und uns aufwärmen, bevor es zum Bus für die Rückfahrt ging. Und ich habe die widerlichste Pizza gesehen, die mir bis dato untergekommen ist.


Nr. 26 Hot Mexico - Übersetzung: Pizza mit Tomaten, Käse, Tabasco
Paprika, Chili Chips!!
(Ja, da wurden wirklich chips drauf geschüttet!!)
und jetzt kommt noch das ekligste, sozusagen zum krönenden
Abschluss wurde noch Sauermilch drauf gekippt!!!
Widerlich, sag ich da nur.
Die Schweden haben eh eine seltsame Art Pizza zu essen. Zu jeder Pizza bekommt man ein kleines Döschen mit Sauerkraut, das sie großzügig auf der Pizza verteilen.

Aber was haben wir aus dem ganzen Trip gelernt: Der ESN macht keine Notfallpläne für schlechtes Wetter ;)

Noch ein paar nette Fotos zum Abschluss:
In Gränna fand gerade eine kleine Rally statt und ständig kamen
diese kleinen Autos an uns vorbei geflitzt
Sieht das nicht alles schräg aus?

Visingsö Schloss - von dem im Gegensatz zur Burg
noch etwas mehr erhalten geblieben ist
Tree-Hugging. Ich steh auf der anderen Seite.
(Foto wird noch nachgereicht ;o)

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