Dienstag, 14. September 2010

Hejhej!

Etwas verspätet, aber besser spät als nie, hier nun mein erster Eintrag auf meinem Blog about „my days in sweden“ ^^ Nicht abschrecken lassen von der Länge! Musste viel erzählt und berichtet werden nach über einem Monat ;o

Zunächst einmal eine kleine Zusammenfassung von meinem ersten aufregenden Monat hier:

Trip to Linköping

Malmö-City
Früh an einem Dienstag morgen, bei wunder schönem Wetter, machten wir uns auf in Richtung Schweden. Meine Eltern wollten mich auf dem Weg nach Stockholm in Linköping absetzen, wodurch ich mich gepäckmäßig nicht wirklich einschränken musste. Das einzige was im Kopf behalten wurde war der Weg zurück ;). Auf jeden Fall kamen wir am ersten Tag gut durch und erreichten unser Etappenziel Malmö so früh, dass wir noch einen schönen Spaziergang durch die Stadt machen konnten und das erste Mal mit den Alkoholpreisen in einem schwedischen Pub in Kontakt kamen...echt teuer ...zum Glück trinke ich nicht so viel ;)

Der nächste morgen war ... erschreckend interessant: In little Chicago of Sweden wurde doch tatsächlich im Parkhaus unsere Hotels in unser Auto eingebrochen!!!!!!!!!!Das war vielleicht ein schreck Moment, als wir ins Parkhaus kamen und von weitem die eingeschlagene Heckscheibe gesehen haben! Im ersten Moment dachte ich, dass jetzt alle meine Sachen weg wären, denn außer meinem Rucksack hatte wir alles im Auto gelassen. Wer will schon für eine Nacht 4 Koffer ins Hotel schleppen? Gott sei dank fehlte aber nur eine Umhängetasche von mir, was mir auch erst nach meiner Ankunft in Linköping aufgefallen ist, als ich meine Sachen ausgepackt habe. Laut dem Mechaniker, der jeder Woche mindestens einem Touristen die eingeschlagene Scheibe austauscht, können wir extrem froh sein, da normalerweise wirklich alles aus dem Auto geklaut wird und das sie wahrscheinlich gestört worden sind, denn eine Autoalarmanlage würde sie nicht weiter stören.


Beute der Diebe war: eine Umhängetasche mit 150 Teebeuteln Ostfriesentee (wenn ich schon die Gelengenheit habe mit dem Auto nach Schweden zu kommen, warum nicht auch die schönen Teebeutel mitnehmen ;)), einer Angefangen Müslipackung, zwei PC Spielen, einem Gürtel, einem dreckigen T-Shirt (kurzfristige Entscheidung, dass es noch mit sollte ....ach, hätte ich es doch zu Hause gelassen, ich werde es vermissen T.T), ein Locher mit dem schwedischen System und ein Geschenk von einer Freundin, dass ich jetzt niemals auspacken werden -.-

Tuve in ihrem Lieblingsspielzeug



Na jedenfalls nach der 3 stündigen Reparatur unseres Autos sind wir ohne weitere Verzögerungen in Linköping angekommen, wo ich dann auch endlich meine beiden Mitbewohnerinnen Anna und Riikka, sowie die vierbeinigen Hausgenossen Tuve und Selma kennenlernte.



Selma in einer unbeaufsichtigten Tüte

The First Month

Zunächst einmal wurden alle mögliche Besorgungen gemacht, wie das überteuerte Fahrrad, bei dem ich noch hoffe am Ende möglichst viel wieder zubekommen. Es ist echt unglaublich wie viel man hier in Schweden für eine kleine Schrottmühle hinlegen muss und so was wie handeln gibt es nicht, da sie wissen, dass ein anderer Student den Preis schon bezahlen wird. Nach 3 Wochen war es nämlich schon so gut wie unmöglich noch ein gebrauchtes Fahrrad zu bekommen, da alle von den neuen Studenten bzw. den vielen Exchange Studentes aufgekauft waren. Es war überhaupt faszinierend zu sehen, wie viele Exchange Students hier rum liefen insbesondere ohne Wohnungen. Dieses Semester schien besonders kritisch gewesen zu sein, was die Wohnungssuche anging. Die Notunterkünfte sollen ziemlich überfühlt gewesen sein und ich kenne mehr als einen, der am Ende ne Wohnung in der Pampa angenommen hat, um überhaupt eine Unterkunft zu haben. Ich kann echt drei Kreuze machen, dass ich vorher noch eine Wohnung gefunden habe, die sogar noch in Ryd liegt (Ryd ist der Stadtteil, in dem die meisten Studentenwohnen und der sozusagen am nächsten zur Uni liegt).
Und dann hatte ich ja noch den ersten Sprachkurs im August. Schwedisch ist für Deutsche wirklich nicht übermäßig schwer, zumindest, was die Grundlagen angeht, da viele Wörter ähnlich sind und der Satzbau auch recht einfach ist. Franzosen, Italiener und Spanier haben da schon mehr Probleme.  Aber sie alle müssen auch erst mal die Buchstaben ä,ü und ö lernen, die die Schweden ja auch haben. Da hatten wir es mit dem eine zusätzlichen Buchstaben nicht so schwer ;o Auf jeden Fall war ich sehr froh, dass ich nicht die von der Lehrerin angesetzten „mindesten 4 Stunden“ nach dem Kurs noch zusätzlich arbeiten musste ;) Man hatte genug andere Aktivitäten, denen man nach dem Kurs nachgehen wollte.
Hier eine kleine Zusammenfassung: Studentenpubs (Flamman, HG) ausprobieren, Stadt erkunden, Gamla Linköping besuchen, sowie Stadtfest, OpenAirfestival und und und!  Und dann noch die vielen ESN Veranstaltungen: Welcome Diner, Punch, Bowling, Games, Picknick, City Quiz, Cathedrale Tour...

Ausflüge

An den Wochenenden habe ich dann einige Touren nach Stockholm, Berg und Motala unternommen. Für Stockholm hatten wir bisher leider nur einen Tagesausflug, da es nicht möglich war ein billiges Hotel oder Hostel zu bekommen. Da liefen anscheinend auch ziemlich viele Studenten ohne Wohnung rum. Aber meinen ersten, und vielleicht einzigen, Elch in meiner Zeit in Schweden, habe ich erblickt! Er stand mitten in Stockholm! In einem Tiergarten! Toll nicht ;)
Ein Elch, wie unschwer zu erkennen ist ;o
Ja, ich habe ihn wirklich live gesehen!











 Ansonsten haben wir uns viel von der Stadt angeguckt, da dass Wetter zur Abwechslung mal super war und wir dass nicht im Museum vergeuden wollten. Dass kommt an einem anderen Wochenende.
Deutsche Kirche in Stockholm


Und wie üblich, wenn ich eine Stadt besichtige waren mal wieder die Kirche eingekleidet. 







Und überall erblickt man diese schrulligen Telfonhäuschen.




Dann wurden natürlichauch noch hunderte von Foto´s in alle möglichen Richtungen aufgenommen ^^




Und Mitten in Stockholm fanden wir einen See. 
Und kleine Rentiere für einen kleinen Ritt!
Lucca, Ich, Florian und Christoph
Berg und Motala































An einem anderen Wochenende sind wir dann nach Berg und Motala aufgebrochen. Berg ist bekannt für seine vielen Schleusen. Hier sieht man sieben hintereinander.

Ja, ich war bei den Schleusen ^^








Und da floss viel Wasser ^^















Motala ist eine sehr schöne, kleine Stadt die am Vätternsee liegt.

Dort haben wir einen netten sonnigen Nachmittag zugebracht und die sonne genossen, während wir die Enten mit alten Blättern, aus Mangel an Brot, angelockt haben.




Und wir haben Nessie´s Baby gefunden. Kein Wunder, dass man Nessie in Schottland nicht aufstöbern kann. Sie hat sich hier mit ihre Nachwuchs versteckt ;)








Kanu Trip
Und dann war da noch unsere schöne Kanu Tour. An einem Sonntag morgen sind wir in der früh, na gut ich gebe es zu, wir sind erst um 11 Uhr aufgebrochen, aber wir hatten am Abend zuvor noch das Welcome Dinner und waren daher alle lange auf ;o Na jedenfalls an einem sonnigen Sonntag sind wir mit dem Bus zu einem der Seen aufgebrochen, um mit 5 Kanus ein bisschen über die Seen zu paddeln.





Wir haben das Wasser getestet,
Krawattentauziehen veranstaltet 


versucht von Klippen zu Springen,




an der "Klippe" gesessen
im Kreis gestanden,
und noch manch anderen Unsinn!





Nun zu den Seltsamkeiten die ich nach einem Monat im schwedischen Lande erfahren habe:

Alkohol ist teuer!!! Aber gut, dass wusste ich schon vorher ;)


Und ja, sie haben auch jede Menge deutsche Ware. Aber wirklich, wer will schon 139sek (etwa 15€) für einen Jägermeister ausgeben.



Eis ist teuer!!! Das wusste ich nicht und war daher umso überraschter!

Könnt ihr es sehen? Eine Kula (also eine Kugel) kostet glatte 20sek, was umgerechnet momentan circa 2,14€ sind.




Die Schweden haben seltsame Office Zeiten. Steht man in Deutschland schon um 9 auf der Matte, weil die Fakultät schon so früh aufmacht, aber nicht so hier! Hier machen die meisten erst so um 10 Uhr, wenn nicht gar erst um 12 Uhr auf! War sehr lustig am ersten Tag, als ich extra früh aufgestanden bin, um möglichst schnell alles abzuhandeln nur um festzustellen, dass ich noch mal zwei Stunden warten muss, bis sie überhaupt öffnen. Und dann haben sie ganz oft nur mal eine Stunde auf oder nur ein oder zwei mal Sprechstunde in der Woche...echt seltsam.

Schlange vorm Eingang einer Messer, für die wir Freikarten hatten...


Dafür lieben die Schweden das queuing (auf gut deutsch: Schlange stehen)! Und ihr Queusystem. Egal wo man hingeht, überall steht ein Automat, um eine Marke zu ziehen. In der Apotheke in der Uni, in der Bank. Wirklich lustig und teilweise echt praktisch, wenn hunderte Austauschstudenten zum Office rennen, um ihren Studentenausweis zu bekommen. Man zieht einfach eine Marke, geht schön Mittagessen und kommt am Ende wieder, um ohne lange anzustehen seinen Ausweis einzusacken.



Dann die Sache mit dem Licht. Man merkt, dass die Schweden wirklich extrem niedrige Strompreise haben müssen, denn meine Mitbewohnerin lassen immer überall das Licht an! Es ist echt Wahnsinn, in Deutschland würden wir uns dumm und dämlich bezahlen, wenn wir so viel Strom unnütz vergeuden.

Und dann das schwedische Krankensystem: really strange! Wegen einer schlimmen Erkältung wollte ich es mal ausprobieren und war echt enttäuscht von ihm. Man kann nicht einfach zu einem Arzt gehen. Nein! Wenn man zum Health Centrum geht, wird nur die Handynummer notiert und gesagt, dass man einen Anruf von einer Krankenschwester bekommt, der man dann sein Problem schildern soll und sofern sie einem nicht weiterhelfen kann, verweist sie einen zu einem Arzt. Anders bekommt man ihn hier nicht zu sehen. Kein Wunder, dass die Schweden in Statistiken so gut wie nie zum Arzt gehen. Sie werden alle übers Telfon abgehandelt.

Die Schweden scheinen Salzige Butter zu lieben. In einem riesigen Butterregal findet man gerade mal eine einzige Butter, die ungesalzen ist. Selbst Margarine wie Letter oder Becel ist gesalzen. Zu dem überzuckerten Brot eine interessante Kombination.

Exkursion 
Kühlturm

Gestern habe ich dann die erste Exkursion hier gemacht. Es ging zu einer Bioethanolanlage in Norrköping. War sehr interessant und zum Glück hat der Regen während der Zeit nachgelassen, in der wir draußen auf dem Gelände rumgelaufen sind. ja, regnen tut es hier im Moment sehr oft.
Agroethanol in Norrköping



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